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VORNE |
HINTEN |
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Hersteller |
Bezeichnung |
Größe |
Druck |
Bezeichnung |
Größe |
Druck |
Freigaben |
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Bridgestone |
BT 014FSL |
120/70ZR17(58W) |
2,5 |
BT 014RL |
190/50ZR17(73W) |
2,9 |
|
|
Metzeler |
Roadtec Z6 |
120/70ZR17(58W) |
2,9 |
Roadtec Z6 |
190/50ZR17(73W) |
2,9 |
|
|
Pirelli |
Diablo Strada Front |
120/70ZR17(58W) |
2,9 |
Diablo Strada |
190/50ZR17(73W) |
2,9 |
|
|
Continental |
ContiSportAttack K |
120/70ZR17 M/C (58W)TL |
2,9 |
ContiSportAttack K |
190/50ZR17 M/C (73W) TL |
2,9 |
|
|
Avon |
AV55 Storm-ST |
120/70ZR17(58W) |
2,9 |
AV56 Storm-ST |
190/50ZR17(73W) |
2,9 |
|
ABE bedeutet Allgemeine Betriebserlaubnis und gilt für ein Fahrzeugmodell oder ein Zubehörteil. Achtung: Verwendet man nicht freigegebene Räder oder Reifen, dann erlischt mit der Betriebserlaubnis auch die komplette Fahrzeugzulassung – einschließlich Versicherungsschutz!
Das Abriebsbild eines Reifens liefert dem Fachmann wertvolle Hinweise auf nicht optimale Einstellungen oder eventuelle Schäden am Fahrwerk (Achsgeometrie, Stoßdämpferdefekt etc.). Deshalb sollte man seine Reifen regelmäßig von einem Fachbetrieb prüfen lassen (ca. alle 10.000 -15.000 km).
ABS , das Anti-Blockier-System, verhindert bei Vollbremsung das Blockieren der Räder. Vorteil: Das Auto bleibt lenkbar! Bei trockener, feuchter und nasser Fahrbahn ist der Bremsweg in der Regel gleich oder kürzer als beim gleichen Fahrzeug ohne ABS. Auf Neuschnee oder Rollsplitt kann der ABS-Bremsweg u.U. geringfügig länger sein. Achtung: Im Notfall das Bremspedal “hart” treten, vom Pulsieren des Pedals darf man sich nicht irritieren lassen.
Die
Achsposition zeigt dem Fachmann, wo genau ein Reifen eingesetzt
wurde. Das ist wichtig, denn ein Reifen muss auf der Lenkachse ganz andere Kräfte
übertragen als auf der Antriebsachse. Dabei ist natürlich auch die
Antriebsart zu berücksichtigen. Unabhängig von der Antriebsart gilt
allerdings: Die besseren Reifen gehören auf die Hinterachse (siehe auch
"Räderwechsel")!
Airpumping
lautet der Fachbegriff für das, was beim Abrollen des Reifens
passiert. Das Fahrzeuggewicht presst den Reifen mit großem Druck auf die
Fahrbahn, so dass beim Abrollen die Luft mit hoher Geschwindigkeit aus den Profilkanälen
strömt. Bei hoher Geschwindigkeit entstehen Pfeif- und Zischgeräusche,
die sich jedoch durch geschickte Variation der Profilanordnung reduzieren lassen.
Alpin
lautet die Bezeichnung für Michelin Reifen mit besonders
wirksamem “Winter-Biss”. Sie wurden speziell für den Einsatz in schneereichen
Gegenden entwickelt. Der Clou dabei sind die patentierten Lamellentechniken:
Y-Lamellen (siehe dort) für den Alpin (T bis 190 km/h) und Z-Lamellen (s.
dort) des Pilot Alpin (H bis 210 km/h). Diese Lamellen sorgen für ausgezeichnete
Haftung auf Schnee und rutschiger Fahrbahn. Sobald ein Alpin zu 1/3 abgefahren
ist, verdoppelt sich die Anzahl der wirksamen Lamellen, und der Winter-Biss
verstärkt sich noch einmal.
Die Z-Lamelle des Pilot Alpin ruft einen "Abstützeffekt" hervor, sorgt
auf diese Weise für hervorragende Kraftübertragung und sicheres Fahrverhalten
insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten.
Weitere Neuentwicklungen: die BDS-Lamelle (beim neuen Alpin in T und neuen Pilot
Alpin in H) und die VTS-Lamelle für Hochleistungswinterreifen (beim neuen
Pilot Alpin in V). Sie kombinieren gleich mehrere Vorteile: extreme Haftung
auf Schnee und Eis, optimales Brems- und Beschleunigungsverhalten, hervorragendes
Handling auf trockener und nasser Fahrbahn.
Alterung
von Gummi ist ein natürlicher Prozess, während dessen
sich Elastizität und Haftfähigkeit geringfügig verändern.
Dieser Prozess erfolgt sehr langsam und kann durch spezielle Alterungsschutzmittel
im Reifen weiter verzögert werden. Dennoch sollte man z.B. einen Reservereifen,
der mehr als 6 Jahre unbenutzt im Kofferraum lag, nicht zusammen mit völlig
neuen Reifen fahren!
Aquaplaning
nennt man das Aufschwimmen des Reifens auf einer Wasserschicht.
Dieser Effekt stellt sich abhängig von Geschwindigkeit, Wasserhöhe,
Profiltiefe und -aufbau, Luftdruck und Radlast ein. Das Fahrzeug kann dann keine
Lenk- oder Bremskräfte mehr übertragen. Hinweis: Bei Aquaplaning das
Lenkrad in der gleichen Position stehen lassen und auch bei seitlichem Abdriften
nur leicht gegenlenken!
ASR
ist die Abkürzung für Antriebs-Schlupf-Regelung, eine
elektronische Steuerung, die dafür sorgt, daß beim Beschleunigen
nur soviel Motorkraft an die Antriebsräder übertragen wird, wie diese
auch verkraften können. Dadurch wird das Durchdrehen der Räder auf
glatter Fahrbahn verhindert.
Auswuchten
– so nennt man das Ausgleichen von statischen oder dynamischen
Unwuchten am Rad-Reifen-System, die durch ungleiche Massenverteilung verursacht
werden und Vibrationen hervorrufen. Das Auswuchten ist unverzichtbar, um ungleichen
Verschleiß am Reifen und Schäden an der Radaufhängung zu vermeiden
und den Fahrkomfort zu gewährleisten (siehe auch Feinwuchten).
Die
BDS*-Lamelle ist der Name für ein einzigartiges Lamellensystem
von Michelin (*Bi-Direktionales-System) und bezeichnet eine in zwei Richtungen
orientierte, selbstsperrende Lamelle. Ihre enorme Steifigkeit sorgt für
besseres Bremsen und Beschleunigen und optimiert das Handling auf trockener
und nasser Fahrbahn. BDS-Lamellen werden beim neuen Michelin Alpin und beim
neuen Pilot Alpin in H eingesetzt.
Der
Bremsassistent unterstützt den Fahrer bei einer Notbremsung.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die meisten Autofahrer in kritischen Situationen
nicht stark genug auf die Bremse treten. Funktion: Ein Sensor erfasst das abrupte
Zurückgehen vom Gas und das schnelle Niedertreten des Bremspedals, ein
Magnetventil belüftet blitzschnell den Bremskraftverstärker, der dann
den vollen Bremsdruck aufbaut. Der Bremsassistent verkürzt den Bremsweg
aus 100 km/h um bis zu 45 %.
Bremsplatten
können durch eine Blockierbremsung entstehen. Bei entsprechend
hoher Ausgangsgeschwindigkeit "radieren" die Reifen dabei so heftig über
die Fahrbahn, dass sie an der Blockierstelle unter großer Hitzeentwicklung
lokal abgeschliffen werden. In der Regel “schlagen” die Reifen danach so stark,
dass sie ausgetauscht werden müssen.
Das
CBC (Cornering Brake Control), eine Weiterentwicklung von
ABS (siehe dort), macht Bremsvorgänge in Kurven noch sicherer und kontrollierbarer.
Jedes einzelne Rad wird dosiert abgebremst, um das Schieben über die Vorderachse
(Untersteuern) oder das Ausbrechen des Hecks (Übersteuern) beim Bremsen
in Kurven zu minimieren.
Drainage
kommt (wie zahlreiche Begriffe rund ums Auto) aus dem Französischen
und bedeutet soviel wie “Wasserableitung” aus dem Profil. Ein Reifen muss eine
gute Drainagewirkung aufweisen, um sicheres Fahrverhalten bei Nässe zu
gewährleisten. Per Computersimulation kann man die Entwässerungsgeschwindigkeit
eines Profils berechnen und den Reifen aquaplaningsicher machen. Man unterscheidet
zwischen Längs- und Querdrainage.
ECE
30 bezeichnet eine europäische Richtlinie, die auf dem Reifen
durch die "E-Nr." dokumentiert wird. Die E-Nr. ist für jede Reifenausführung
individuell und besagt, dass der jeweilige Reifen die Prüfkriterien ECE
30 bestanden hat. Seit 1.10.1998 dürfen in Deutschland (in anderen europäischen
Ländern wie Österreich, Frankreich, Großbritannien schon seit
einigen Jahren) Reifen, die nach diesem Datum produziert wurden, nur noch mit
E-Nr. in den Verkauf gelangen. Die ECE 30 schützt den Verbraucher u.a.
vor groben Sicherheitsmängeln, die z.B. bei Billigimporten auftauchen können.
"
Elektronische Reifen " - ein Denkmodell für die Reifentechnik
von morgen. Die Vision: Im Reifen eingebaute Sensoren sollen die Fahrbedingungen
(Nässe, Kälte, Kurven, Geschwindigkeit, etc.) erfassen und die Reifen
des Fahrzeugs automatisch auf die aktuelle Situation einstellen.
Energy
– so lautet die Markenbezeichnung für Energiespar-Reifen
von MICHELIN. Ihre spezifischen Gummimischungen verringern den Rollwiderstand
und helfen dadurch, den Treibstoffverbrauchs zu senken. Trotz dieser bahnbrechenden
Eigenschaften sind Energy-Reifen auch in den anderen Leistungsanforderungen,
die an moderne Reifen gestellt werden, gleich gut oder sogar überlegen.
ESP
, das Elektronische Stabilisierungs-Programm, wird von einigen Fahrzeugherstellern
auch anders benannt und ist durch den "Elchtest" berühmt geworden. Dieses
System greift in kritische Fahrsituationen ein und hilft dem Fahrer durch gezielt
dosiertes Bremsen und Beeinflussung des Motordrehmoments, das Fahrzeug bei Geradeaus-
wie bei Kurvenfahrten besser zu kontrollieren.
Fabrikatsbindung
heißt: Ein Fahrzeughersteller lässt für ein Fahrzeugmodell
nur bestimmte Reifenfabrikate zu. Besonders sehr schnelle Fahrzeuge benötigen
W- oder ZR- Reifen. Reifenfabrikate und Reifentypen, die vom Hersteller zugelassen
sind, werden im Kfz-Schein angegeben oder bei späterer Umrüstung im
Rädergutachten genannt (siehe auch ABE). Seit Anfang 2000 ist die Reifenfabrikatsbindung
für PKW-Reifen aufgehoben. Unabhängig vom Eintrag in den Papieren
ist jedes Reifenfabrikat zulässig. Ausnahme: reine ZR-Reifen. Für
sie ist die Freigabe des Herstellers und ein Eintrag in den Papieren notwendig.
Feinwuchten
ist ein Muss, zumindest für die Räder von PKW-Lenkachsen.
Auf diese Weise werden Restunwuchten, die durch geänderte Radzentrierung,
Nabe und Bremsscheibe auftreten (siehe auch Auswuchten), direkt am Kfz ausgeglichen.
Grip
bedeutet Haftung (s. dort), ist ein Begriff aus dem Rennsport
und bezeichnet die Fähigkeit spezieller Reifen, auf der Piste förmlich
"festzukleben". Grip erreicht man durch weiche Gummimischungen und Reifenarbeitstemperaturen
von 100 - 120°C. Allerdings halten diese Reifen in der Regel nur einige
hundert Kilometer.
Haftung
bezeichnet die Fähigkeit einer Laufflächen-Gummimischung,
sich möglichst intensiv mit der Straße zu verbinden, wobei Experten
zwischen der Makro- und Mikrorauigkeit des Straßenbelags unterscheiden.
Haftung bei Nässe und insbesondere bei Schnee wird durch eine ausgefeilte
Lamellentechnik (siehe dort) und spezielle Gummimischungen erreicht.
Das
Herstellungsdatum eines Reifens lässt sich an der
mit den Buchstaben DOT beginnenden Identifizierungsnummer auf der Reifenflanke
ablesen. Die letzten drei Ziffern stehen für die Kalenderwoche und das
Jahr, z.B. 049 = 4. Woche 1999. Ein zusätzliches Dreieck hinter der letzten
Ziffer zeigt an, dass der Reifen aus den 90er Jahren stammt. Seit dem Jahr 2000
ist die DOT-Nummer vierstellig, z.B. 4200. Die ersten beiden Ziffern geben die
Produktionswoche an, hier die Woche 42. Die beiden letzten Ziffern (00) definieren
das Baujahr, in diesem Beispiel das Jahr 2000. 01 bedeutet entsprechend 2001.
Homologation
nennt man die technische Freigabe eines Reifens für ein bestimmtes
Automodell. Der gesamte Freigabeprozess wird von den Automobilherstellern sehr
streng gehandhabt, rund 60 Prüfpunkte finden dabei Berücksichtigung.
Für den Reifenproduzenten bedeutet jede Freigabe eine Bestätigung
der Produktqualität. MICHELIN besitzt in Deutschland, wo die Konstrukteure
besonders anspruchsvoll sind, Freigaben aller Fahrzeughersteller für nahezu
alle Profile.
Karkasse
nennt man die Grundkonstruktion eines Reifens. Die Karkasse ist der entscheidende
Festigkeitsträger eines Reifens und wird durch Gürtel und Laufstreifen
komplettiert. In der Regel bestehen Karkassen aus gummiummantelten Textilseilen,
hergestellt aus Kunstfasern wie Rayon oder Nylon.
Lamellenreifen
wurden von MICHELIN schon in den 30er Jahren erfunden, um mehr
Haftung auf rutschigem Kopfsteinpflaster zu erzielen. In den 80er Jahren entwickelte
MICHELIN aus Lamellenreifen den modernen Winterreifen mit exzellentem Grip auf
Schnee und Eis (siehe auch "Alpin"-Reifen).
Laufrichtungsbindung
heißt: Reifenprofile werden so konstruiert, dass sie in
vorgeschriebener Laufrichtung abrollen müssen. Das bewährt sich immer
öfter und bringt Vorteile bei den Reifenleistungen (Geräuschentwicklung,
Nässe-Eigenschaften) sowie bei der Kraftübertragung auf Schnee und
Eis.
Lenkpräzision
von Reifen oder Fahrzeugen – darunter versteht man deren Fähigkeit,
möglichst exakt in eine Kurve ein- und auszulenken sowie das Fahrverhalten
im Kurvenverlauf selbst. Hochleistungsreifen (Y, ZR) sind in der Regel besonders
lenkpräzise.
Load-Index
(Tragfähigkeitskennzahl) ist eine meist zweistellige Zahl
am Ende der Größenbezeichnung: z.B. 175/70 R 13 82 T. Die Zahl 82
gibt Aufschluss über die Tragfähigkeit des Reifens. Tragfähigkeitsindex
82 bedeutet z.B. 475 kg Tragfähigkeit pro Reifen.
Korrekter
Luftdruck entscheidet darüber, ob die Reifen ihr volles Leistungsspektrum
wie Kilometerleistung, Kurvenhaftung, Dauerfestigkeit, Bremsweg usw. entfalten
können. Wichtig deshalb: Alle 14 Tage bei kalten Reifen kontrollieren!
Achtung: Niemals nach längerer Fahrt den Luftdruck absenken! Bei der Fahrt
erwärmen sich die Reifen, und der Reifenluftdruck steigt automatisch an
(siehe auch "Unterdruck" und "Überdruck").
Luftverlust
von Reifen: Da die Luftmoleküle auch bei einem luftdichten
Reifen langsam nach außen dringen, nimmt der Luftdruck stetig ab – wenngleich
nur in geringem Maße. Um den Autofahrern ein Höchstmaß an Sicherheit
zu bieten, verwendet MICHELIN das im Vergleich zu herkömmlichen Materialien
um bis zu 6fach luftdichtere Butyl zur Herstellung innerer Reifen-Gummischichten.
Plötzlicher Luftverlust läßt das Fahrzeug instabil werden; besonders
kritisch wird´s, wenn die Hinterachse betroffen ist, da die Seitenführung
des Fahrzeugs plötzlich ausfällt.
Matchen
ist ein Reifenmontage-Verfahren, das zum optimalen Rundlauf des
Reifens beiträgt. Dabei werden die Rundlaufabweichungen von Rad und Reifen
so miteinander kombiniert, dass sie sich gegenseitig weitgehend neutralisieren.
Matchen wird vor dem eigentlichen Auswuchten durchgeführt!
Mischbereifung
sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Unterschiedliche Reifentypen
auf Vorder- und Hinterachse können das Fahrverhalten negativ beeinflussen.
Insbesondere Winterreifen gehören "rundum" montiert.
Pannensichere
Reifen oder Reifen mit Notlaufeigenschaften sind heute noch nicht
handelsüblich. Im Pannenfall wird nach wie vor das Reserverad montiert.
Mit seinem PAX-Reifensystem hat MICHELIN eine wegweisende Lösung entwickelt.
Auch mit platten Reifen kann man nun noch 200 km weit fahren, und das mit 80
km/h. Ein plötzlicher Luftverlust des Reifens (siehe dort) verliert so
ebenfalls seinen Schrecken. Weitere Vorteile dieser revolutionären Pneus:
Verringerung von Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch, besseres Fahrverhalten,
konstruktive Vorteile für den Fahrzeughersteller.
PR
bedeutet Ply Rating (Lagenzahl) - eine nur bei Leichttransporter-Reifen
gelegentlich gebrauchte Bezeichnung für verschiedene Tragfähigkeitsklassen.
Früher, im Zusammenhang mit Diagonalreifen, bezeichnete man mit PR die
Anzahl der Karkasslagen. Ein 8 PR-Reifen besitzt mehr Tragfähigkeit als
ein 6 PR-Reifen. Die PR-Zahl ist heute durch den Load Index (siehe dort) ersetzt.
Von
der Profiltiefe hängt ab, wie gut ein Reifen auf feuchten,
nassen, verschneiten oder lockeren Untergründen haftet. Je geringer die
Profiltiefe eines Reifens, desto eher schwimmt er auf Wasser auf. Zwischen Straßen-
und Reifenoberfläche bildet sich dann ein gefährlicher Film, ein Vorgang,
den man auch Aquaplaning nennt. Sicherheitshalber sollte man die Profiltiefe
regelmäßig prüfen. In Deutschland ist eine Mindestprofiltiefe
von 1,6 mm vorgeschrieben. Zur komfortablen Kontrolle arbeitet Michelin Abnutzungsanzeiger
in die Hauptprofilrillen seiner Reifen ein. Wo diese Stellen zu finden sind,
verrät ein kleines BIB-Symbol im Schulterbereich jedes Michelin Reifens.
Radialreifen
wurden 1948 von Michelin eingeführt (X-Technologie). Ihr
Prinzip beruht bis heute auf einer klaren Trennung der Funktionen im Reifenunterbau
- radial angeordnete Karkasslagen für besseres Einfedern und stabilisierende
Gürtellagen unter der Lauffläche. Effekt war eine erhebliche Steigerung
der Reifenleistung bei praktisch allen wichtigen Anforderungen. Im Vergleich
zu den in der Frühzeit des Automobils üblichen Diagonalreifen mit
mehreren schräg überkreuzten Karkasslagen liefen schon die ersten
Radialreifen mehr als doppelt so lange. Auch in Bezug auf Nässe-Grip, Fahrpräzision,
Kurvenhaftung und Komfort ergaben sich dramatische Verbesserungen.
Räderwechsel
von vorn nach hinten und umgekehrt sind immer sinnvoll und werden
nach ca. 10.000 bis 15.000 km empfohlen. Durch Räderwechsel werden die
Reifen gleichmäßiger abgefahren und können später komplett
ausgetauscht werden. Sollte man nur zwei neue Reifen montieren lassen, dann
gehören diese “besseren” Reifen immer auf die Hinterachse, unabhängig
von der Antriebsart (gilt auch bei Allrad). Denn die Haftung der Reifen auf
der Hinterachse entscheidet über die Führung des Fahrzeugs insbesondere
in Kurven.
Reifenrecycling
, also die materielle Wiedergewinnung von Gummi (Reifen, Kautschukprodukte),
ist heute zwar noch Zukunftsmusik, aber schon Gegenstand der Forschung. Derzeit
führt man Altreifen der Energiegewinnung zu oder nutzt sie zerkleinert
als Gummigranulat (ohne Stahlseile) z.B. für Wulstbänder, Parkbänke,
Sportböden und Flüsterasphalt.
Reinforced
ist eine zusätzliche Bezeichnung für PKW-Reifen, die
extra verstärkt wurden. So können sie bei erhöhtem Luftdruck
höhere Lasten tragen und sind darüber hinaus gegen mechanische Verletzungen
besser geschützt.
Das
Reserverad liegt oft in einem Dornröschenschlaf.
Im Ersntfall hat der Ersatzreifen dann nicht genügend Luft. Anderes häufiges
Problem: Die Radmuttern der Aluräder passen nicht auf das übliche
Stahlrad! Tip von MICHELIN: Reserverad in den turnusmässigen Reifenwechsel
mit einbeziehen. Das gilt natürlich nicht für Noträder. Wichtig
auch: Luftdruck prüfen nicht vergessen!
Rollwiderstand
nennt man die Kraft, die ein rollender Reifen dem Vortrieb entgegensetzt. Dieser
Widerstand entsteht vor allem durch die "Walkarbeit" des Reifens, d.h. durch
seine Verformung beim Durchlaufen der Bodenaufstandsfläche. Erstaunlich,
aber wahr: Bis etwa 100 km/h ist der Rollwiderstand größer als der
Luftwiderstand des Fahrzeugs! Deshalb werden "Grüne Reifen" immer wichtiger,
ganz vorne z.B. der MICHELIN Energy. Dieser innovative Pneu reduziert den Rollwiderstand
um 30%, was zu einer Senkung des Treibstoffverbrauchs um bis zu 5% führt
und eine entsprechende Umweltentlastung zur Folge hat.
Runderneuerte
Reifen sind ökologisch interessant, weil nach dem "ersten
Reifenleben" rund 3/4 der eingesetzten Rohstoffe wiederverwertet werden können
- in Form der Karkasse. Auf diese wird ein neuer Laufstreifen aufvulkanisiert,
wobei der Reifen ein "neues" Profil erhält. Besonders bei größeren
Reifen, z.B. bei Lkw, ist der Einsatz runderneuerter Reifen sinnvoll und wirtschaftlich.
Unter dem Namen "REMIX" hat MICHELIN ein besonders hochwertiges Verfahren zur
Runderneuerung entwickelt.
Die
Rundlaufpräzision von Reifen kann man fühlen
und messen. Allerdings spüren die meisten Autofahrer den Unterschied erst
dann, wenn sie ihr Auto rundum neu bereifen. Übrigens: MICHELIN Reifen
genießen bei Fahrzeugherstellern und Reifenfachhandel den Ruf hervorragender
Rundlaufpräzision. (Siehe auch "Uniformity")!
Sägezahn
nennen Reifentechniker den ungleichmäßigen Abrieb an
den Querkanten von Profilblöcken in Laufrichtung des Reifens. In fortgeschrittenem
Stadium verursachen Sägezähne oft lästige Vibrationen und Laufgeräusche.
Das läßt sich vermeiden, wenn man zwischen Vorder- und Hinterachse
rechtzeitig wechselt. In hartnäckigen Fällen sollte man allerdings
den Reifenfachmann um Rat fragen (siehe auch Räderwechsel).
Schlupf
ist der Unterschied zwischen dem geometrischen Radumfang und der
tatsächlich zurückgelegten Strecke bei einer Radumdrehung. 100% Schlupf
liegt vor, wenn die Räder durchdrehen oder blockieren. Je größer
also die Antriebs- oder Bremskräfte, desto größer der Schlupf.
Auch wenn man es nicht bemerkt: Ein geringes Maß an Schlupf ist beim Fahren
immer vorhanden - daher der Reifenverschleiß!
Einseitiger
Schulterabrieb stellt sich vor allem dann ein, wenn die
Position des Rades zur Fahrbahn nicht optimal ist. Dann sollte man die Spur
bzw. den Sturz überprüfen. Beidseitiger Schulterabrieb geht meist
auf Unterluftdruck (siehe dort) oder Überlast zurück. Wer sportlich
und mit hohem Landstraßenanteil (Kurven!) fährt, wird von erhöhtem
Reifenabrieb auf den Außenschultern betroffen, auch dann, wenn die Achseinstellung
korrekt ist. In solchen Fällen empfiehlt es sich, den Reifen auf der Felge
zu drehen und von rechts nach links zu tauschen. Ausnahme: laufrichtungsgebundene
Profile!
Silikat
ist ein in jüngster Zeit häufig verwendeter Füllstoff
für Kautschukmischungen (chemisch als Kieselsäure bekannt). Mit Silikat
lässt sich der Nässe-Grip von Reifen verbessern und der Rollwiderstand
senken.
Slicks
– so nennt man die profillosen
Rennsport-Reifen mit extrem haftfähiger Laufflächenmischung. Bei Nässe
kommt man mit Slicks schnell in Schwierigkeiten, dann werden profilierte Regenreifen
gebraucht. Für den Alltag sind Slicks deshalb ungeeignet. Außerdem
halten sie selten länger als 1.000 km.
Speed
Index ist ein Geschwindigkeits-Symbol, ein Buchstabe am Ende der
Größenbezeichnung, der über die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit
des Reifens Auskunft gibt.
z.B. 195/65 R15 91 H
S = bis 180 km/h,
T = bis 190 km/h,
H = bis 210 km/h,
V = bis 240 km/h,
W = bis 270 km/h,
Y = bis 300 km/h,
ZR = über 240 km/h
Traktion
nennt man die Fähigkeit, Motorleistung durch Verzahnung mit
der Fahrbahnoberfläche in Vortrieb umzusetzen. Auf trockener Straße
ist Traktion kein Problem. Erst bei Nässe, Schnee oder Eis wird die Traktion
mangelhaft. Dann spielen Haftfähigkeit der Gummimischung und Profilform
(Lamellenreifen für Schnee) die entscheidende Rolle (s. Lamellen).
Überluftdruck
ist fast ebenso schädlich wie Unterluftdruck. Stoßdämpfer und
Komfort leiden, die Bodenhaftung verschlechtert sich und zudem nutzen sich die
Reifen meist schneller und ungleichmäßig ab (Mittenabrieb).
Uniformity
nennen Reifentechniker die Fertigungsgenauigkeit eines Reifens.
Uniformity ist Voraussetzung für perfektes und ruhiges Abrollen - ohne
störende Geräusche und Vibrationen. Je besser die Uniformity des Reifens,
desto leichter lässt sich das Rad auswuchten. - Fragen Sie einfach mal
einen Reifenmonteur nach der "Uniformity" von Michelin Reifen (s. auch "Rundlaufpräzision")!
Unterluftdruck
ist heutzutage leider eher die Regel als die Ausnahme. Die Reifen
werden immer besser, Konsequenz: Nachlässigkeit bei der Wartung. Wer mit
zu wenig Luft fährt, hat viele Nachteile und geht Sicherheitsrisiken ein:
Beeinträchtigung der Dauerfestigkeit, eventueller Reifenausfall, schwammiges
Fahrverhalten, reduzierte Kilometerleistung der Reifen, erhöhter Kraftstoffverbrauch.
Deshalb gilt: Alle 14 Tage den Luftdruck kontrollieren, und zwar bei kalten
Reifen!
Ventile
ermüden ebenso wie Reifen, vor allem dann, wenn es sich -
wie bei Stahlrädern durchweg üblich - um Gummiventile handelt. Starke
Zentrifugalkräfte, Straßenschmutz und Bremsabrieb setzen den Ventilen
zu. Tip von MICHELIN: Bei jedem Reifenwechsel auch die Ventile ersetzen lassen.
Ventilkappen
- die unscheinbarsten Teile am Rad haben dennoch große Bedeutung:
Sie schützen das eigentliche Ventil vor Schmutz und Feuchtigkeit und garantieren
völlige Dichtheit des Rad-Reifen-Systems.
Vibrationen
am Lenkrad stammen in der Regel von schlecht ausgewuchteten Reifen,
was durch Matchen (siehe dort) des Reifens oft abgestellt werden kann. Vibrationen
können aber auch durch ein fehlerhaftes bzw. abgefallenes Auswuchtgewicht
oder durch eine nach einer Gewaltbremsung entstandenen Bremsplatte (siehe dort!)
ausgelöst werden. Der Reifenfachmann erkennt die Ursache des Problems und
berät Sie kompetent.
VTS-Lamelle
bedeutet Variable Thickness Sipe und bezeichnet ein Lamellensystem
für Hochleistungsreifen bis 240 km/h - mit “selbstblockierenden” Lamellen
für optimale Kraftübertragung, hervorragendes Handling und überlegene
Lenkpräzision. VTS-Lamellen werden beim neuen Pilot Alpin in V eingesetzt.
Winterreifen
mit ihren speziellen Profilen und Gummimischungen bieten größtmögliche
Sicherheit bei allen winterlichen Straßenbedingungen. Häufig nicht
bekannt ist die Tatsache, dass Gummimischungen von Winterreifen bei niedrigen
Temperaturen später aushärten und deshalb schon bei unter ca. 7°
C kürzere Bremswege und somit mehr Sicherheit ermöglichen, und das
auf trockener wie nasser Fahrbahn.
Y-Lamellen
sind eine Michelin Erfindung für Winterreifen. Raffiniert
geformte y-förmige Profilschnitte führen zu einer Verdoppelung der
Profilkanten nach ca. 1/3 Laufzeit. Das Ergebnis ist genial: Trotz abnehmender
Profiltiefe ergibt sich ein sensationell guter Winter-Grip (siehe "Lamellenreifen"
und "Alpin").
Z-Lamellen - eine weitere Michelin Erfindung - sind z-förmig zum Radmittelpunkt hin angeordnet. Dadurch ergibt sich ein Abstützeffekt, der gute Traktion, ausgezeichnete Haftung und messerscharfe Lenkpräzision (s. jeweils dort) ermöglicht. Z-Lamellen werden überwiegend bei Winterreifen und im Hochleistungsbereich (Pilot Alpin) eingesetzt. Je nach gewünschter Leistungsfähigkeit sind gleichläufige und gegenläufige Z-Lamellen-Ausführungen erhältlich.
Erfahrungen mit den Reifenpaarungen:
Bridgestone hat als erstes die Freigabe für die ZZR 1400 gehabt. Ist wohl der Grund dafür das Kawasaki Bridgestone als Erstbereifung gewählt hat. Man kann zwar nicht sagen das dieser Reifen wirklich schlecht ist jedoch im Vergleich mit anderen Herstellern weißt er hier doch einige Schwächen auf. Der Bridgestone bringt diesem Bike ein ausgewogenes Handling und ein nahezu perfekten Lauf im Endgeschwindigkeitsbereich. Schwächen weißt der Reifen allerdings bei hohen Umgebungstemperaturen auf. Wird es ihm zu heiß reagiert er leicht schwammig und er kann auch bei leicht rasanter Fahrweise kein sicheres Fahrgefühl mehr vermitteln. Auch sein Spurverhalten im Allgemeinen kann auf keinen Fall überzeugen. Also lieber immer beide Hände am Lenker halten J
Gemischte Gefühle. So richtig weiß ich nicht ob ich mich jetzt zu diesem Reifen hingezogen fühlen soll oder nicht. Vollgasreifen mit wenig Hang zum Gefühlvollen. Ein Reifen dem man fast blind vertrauen muss. Bis er mal eine Rückmeldung bringt dürfte es in vielen Fällen zu spät sein. Die Maschine wird durch diesen Reifen etwas träger, lässt sich aber durchaus zielsicher steuern. Dieser Reifen dürfte den Leuten gefallen die es gerne etwas rauer mögen. Der reine Bolzreifen. Seine Laufleistung dürfte, durch fehlen des Profils auf der Lauffläche, im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern enorm ausfallen.
Bisheriger Testsieger. Der ContiSportAttack vermittelt von Anfang an ein sicheres Gefühl. Eine etwas zu lange Warmfahrphase gleicht er dann aber mit einem hervorragenden Handling aus. Das Bike reagiert endlich so wie es sein sollte. Man hat fast das Gefühl es wisse selber wo es hingehen soll. Im Endgeschwindigkeitsbereich kommt er nicht ganz an den Bridgestone hin. Kleinere Schwächen zeigte er im „Sozia mit Gepäck“ Betrieb.