Scottoiler für die ZZR1100

Montage-Infos und Tips zur Scotti-Befestigung an der ZZ-R 1100 D
( von Wolle zx11.Betty@gmx.de )

Scotti 1: Wie zu sehen ist, ist der Scotti über den mitgelieferten Winkel am Kurbelgehäusedeckel befestigt. In der Betriebsanleitung steht zwar, daß der Scotti auch schräg montiert werden kann; aber ich weiß von diversen Leuten, daß sich bei anderen Positionen als der Senkrechten der Scotti 1. schlechter dosieren läßt und 2. der Dichtmechanismus bei stehendem Motor nicht mehr unbedingt seinen Namen verdient. In Einzelfällen funktioniert es zwar, aber sicher ist sicher. - Zudem kann man den Scotti so auch während der Fahrt verstellen.
[Der Anschluß des Scottis an die Unterdruckleitung zum 'Freischalten' des Benzinhahnes bei laufendem Motor lasse ich hier weg. Das schafft sogar das Meerschweinchen meiner Freundin.

Scotti 2: Mit der Leitungsführung ist das so eine Sache. Gewiß läßt sich die Leitung nahezu unsichtbar verlegen; aber dabei steht man vor dem Problem, daß - wenn der Schlauch hinter dem Hilfsrahmen Richtung Mitte verlegt ist - sie sehr heiß werden kann, da sie dann über dem Auspuffsammler liegt. Und ausgerechnet das sollte vermieden werden - logischerweise kann die Leitung über kurz oder lang angeschmort werden. Deshalb besser VOR dem Hilfsrahmen montieren!
Am Schalthebelgelenk läßt sich die Leitung mit einem Kabelbinder befestigen; für die Durchführung zwischen den beiden Bolzenbefestigungen des Fußrastengelenks muß an der Rückseite der Fußraste ein ca. 5 x 5 mm großes Stück ´rausgesägt werden. An der vorderen Befestigung des Kettenschutzes wird ein kunststoffummanteltes Stück Metall befestigt, das nach dem Umbiegen als eine weitere Aufnahmemöglichkeit dient. Damit wären wir in Reichweite der Schwinge angelangt.

Scotti 3: Logischerweise wird die Leitung an der Unterseite des linken Schwingenarms nach hinten geführt; und zwar mit Hilfe der dem Set beiliegenden Kabelbinder und dieses Gummidingens [...dessen Bezeichnung mir im Moment entfallen ist ;-)]. Zu den vielen Kabelbindern werde ich später noch was los. ;-)

Scotti 4: Leider trotz der Nahaufnahme schlecht resp. nicht zu erkennen: das schwarze Schlauchende ist schräg angeschnitten und liegt nahezu plan auf dem Richtung Zähne verbreiterten Teil des Kettenrads auf.
Soweit ich mich entsinne, steht in der Anleitung zwar, daß das Öl zwischen die Laschen tropfen soll (oder nicht?) - das halte ich aber für völligen Quatsch, da es hier nahezu ausschließlich um eine Minimierung der Reibung zwischen Kette und Kettenrad geht. Die Kette selbst ist ja in ihren Gelenken dauergeschmiert und durch die O-/X-/XW- und XY-ungelöst-Ringe ;-) *just kidding* abgedichtet. Im übrigen sorgen Flieh- und Adhäsionskräfte sowieso dafür, daß etwas Öl auch auf die Ringe gerät.

Zu den Kabelbindern an dem Gummidingens:
Jaja - ich muß zugeben, daß die Montage und die Leitungsführung nicht auf meinem Mist gewachsen ist - aber als ich die ZZR im April ´99 abgeholt habe, hatten die Jungs von Fa. XYZ den Scotti schon drangeschraubt. Eigentlich schade, denn das hätte ich gerne selbst gemacht - zudem ich das IMHO an meiner GPZ 1100 entschieden eleganter gelöst hatte. Wer sich sehr sicher ist, daß er das Gummidingens auf Anhieb richtig positionieren kann, soll das bitte nach einwandfreier Entfettung auch tun. Aber Vorsicht: ein 'zweites Mal' gibt es hier nicht - der Kleber klebt wie Sau (deshalb heißt auch der Kleber 'Kleber'... *äh*)! Ich denke mal, daß die Jungs von Fa. XYZ sich einfach sicher sein wollten, daß sie das Teil noch nachträglich justieren können; was ja irgendwo ab einer gewissen Einschränkung an Grobmotorik auch vernünftig ist.

Ciao und viel Spaß beim Schrauben
Wolle :-)

 
© Peter Ehlert