ZX10 - Bremsen

Die ZX10 hat zwar  schwimmend gelagerte Bremsscheiben und Doppelkolben-Bremszangen, aber  leider machen die  immer noch Probleme .
Es kommt z.B zu Bremsenrubbeln und vereinzelt lassen die Bremsen  einen genauen Druckpunkt vermissen .
Schuld an dem Malheur war oder ist eine ungünstige Werkstoffpaarung von Bremsscheiben und Belägen. Durch schlechte Wärmeableitung der Beläge führen die hohen Temperaturen zu Gefügeumwandlungen, die wiederum Dickenschwankungen zur Folge haben .

Dazu Michael Arnold : das Rubbeln kann zwei Ursachen haben:

  • Eine Kristallgefuegeveraenderung im Stahl, wodurch der Reibwert der Scheibe unterschiedlich wird, mal bremsts besser, mal schlechter, daher das Rubbeln. Dagegen hilft nur Gluehen und Haerten mit allem drum und dran, kostet teuer und die Scheiben verlieren die BE.
  • Abrieb der (Sintermetall-)Bremsbelaege hat sich bei einer Gewaltbremsung stellenweise mit der Scheibenoberflaeche verschweisst, unterschiedlicher Reibwert -> s.o. Hier hilft evtl. Planschleifen und andere Belaege.
  • Ich habe drei Saetze Originalscheiben verbraten bis ich endlich die Loesung hatte: Schwimmende Guss-Scheiben von ABM (bei Spiegler sind sie etwas billiger) mit organischen Belaegen von Ferodo. Kostet ca. 1000,- DM, Belaege halten ca. 25TKM Soziusbetrieb, davon ca. 50% Alpen und kosten je Sattel ca. 50,- DM. Die Dinger haben ABE, eintragen also nur wenn Du die ABE nicht immer mitschleppen willst. Das Ganze bremst saugut hat aber einen Nachteil: die Scheiben rosten, das Vorderrad sieht nach Regenfahrten leicht vermodert aus.

    Mit Stahlflex-Bremsleitungen  kann man den Druck-Punkt verbessern , da die Stahlflex-Bremsleitungen druckfester sind als die Orginal Bremsleitungen .
    Noch besser und vor allem leichter sollen die neuen Kevlar Bremsleitungen sein .

    Mit anderen Bremsbelägen aus dem Zubehör kann man etwas gegen das Bremsenrubbeln tun.
    Wobei hier jeder etwas andere Erfahrungen gemacht hat .
    Ich z.B fahre mit den normalen Lucas Bremsbelägen super, mit den Sintermetal habe ich Probleme mit der Überhitzung.
    Michi fährt die Sintermetal von Lucas und hat fast kein "Rubbeln" und keine Probleme mit der Überhitzung.
    Andere habe wieder keine Probleme mit den Orginal Bremsbelägen, hier eine Empfehlung zu geben ist schwierig, da es auch vom Fahrstil abhängig ist ob man oft zu zweit unterwegs ist, es immer "Krachen " läßt , mit viel Bremsleistung unterwegs ist oder mit weniger, je nach dem !

    Michael z.B hat mit der Radikalmethode Erfolg, in dem er die ABM Guss-Scheiben und Ferodo Beläge verwendet und zu guter Letzt hat Manni ( siehe Foto ) mit seinem Brembo-Umbau nur super Erfahrungen gemacht. Hier ist wieder entscheidend, was und wie viel man investieren kann oder möchte.

    Die Bremboscheiben sind wie die Serienscheiben problemlos zu montieren. Eins ist jedoch zu beachten, die Schrauben der Bremszangen sind 2 mm zu lang (auch im Tune Up von PS beschrieben), entweder muss man eine Schnorrscheibe unterlegen oder die Schraube 2 mm abdrehen lassen, sonst drückt sie auf den Floater.

    Orginal

    Mannis Brembo Umbau

    Die Orginal Bremszange :

    brvor.jpg (4668 Byte)

    brhi.jpg (4754 Byte)

    brza.jpg (5678 Byte)

    Die Zerlegung der Bremszangen :
    Die Kolben mit Druckluft ( oder mit dem Bremssystem, so habe ich es gemacht da ich keine Druckluft habe ) ausbauen,
    dabei darauf achten, dass die Kolben sich nicht verkanten. Nach dem die Kolben raus sind können die Dichtungen entfernt werden .
    Die Bremszange sollte man mit Bremsenreiniger oder Bremsflüssigkeit sauber machen, auf garkeinen fall ölhaltige Mittel, wie z.B. WD 40 etc., verwenden, da sich das Öl zum einen nicht mit der Bremsflüssigkeit verträgt und zum anderen, weil die Dichtungen kein Öl vertragen und dadurch schneller korodieren würden .
    Die " neuen " Dichtungen mit Bremsflüssigkeit einsetzen oder noch besser, mit spezieller Bremsenpaste, die es bei fast jedem Autozubehörhändler für kleines Geld gibt   ( mit der Bremsenpaste lassen sich die Kolben besser einpressen ). Dann können die Kolben eingesetzt werden , wobei man wieder darauf achten muss, dass sich dabei der Kolben nicht verkantet

    Soweit die Informationen, die ich habe !
    Solltet Ihr andere Verbesserungen oder Tipps haben,  so schreibt mir doch bitte.

    Euer Peter

     

    © Peter Ehlert