Hallo IG'ler,
hier die Geschichte meines Umbaus:
Im September 1995 kaufte ich einem Freund eine ZX10 ab. Damals
hatte ich vom Umbauen noch nicht viel Ahnung und suchte deshalb zumindest eine
zuverlässige Maschine. In Testberichten stieß ich immer wieder auf
die ZX10.
Gesagt - getan: Freund "belästigt" und dann erfolgreich die ZX10
abgekauft.
Sie war eine Unfallmaschine und wurde von irgendeinem der 6 Vorbesitzer auf "Superbike" von Rommerskirchen umgebaut. Dieser klobige Umbau entsprach nicht meinen Erwartungen.
Also entwarf ich etwas filigraneres. Und nachdem mir das "Bürzel" der Z900 gut gefällt, baute ich eines aus GFK. Und somit war eigentlich das Design schon vorgegeben. Dann kommen natürlich die kleineren Maßnahmen, um das Gewicht zu drücken. Ich brachte die Sachen, die ich an der ZX10 nicht mehr haben wollte , in zwei Wäschewannen unter. (letztendlich landete das natürlich auf dem Müll.) Denn: was nicht dran ist wiegt auch nichts und kann nicht kaputt gehen.
So, nun zu den Umbauten:
- Heck: das Entenbürzel im Stile der Z900 mußte es
sein: GFK, Eigenbau.
- Lenker, Stahlflex: Spiegler.
- Armaturen: alles vom Vorgänger runter, nur noch ein Fahrradtacho in selbstgedrehtem
Alugehäuse.
- Rahmen: polieren (würd ich nie wieder machen!), Halterungen entfernen
für eine "cleane" Optik.
- Weiteres Selbstgeferigtes: Kettenschutz, Lampenhalter, gestrippte Elektrik.
- Airbruschlackierung bis hin zum Klarlack in Eigenregie (wegen dem Gestank
beneide ich keinen Lackierer!)
- TÜV: zuvor mit dem Prüfer abgesprochen. Einzelabnahme ohne Mängel.
"Keine Kunst": Motor eh schon offen, Räder (noch) nicht geändert,
Bremsen original. (Das sind ja die Dinge, die besonders kritisch unter die Lupe
genommen werden.). => 2 Seiten Fahrzeugschein.
- Geplant: 17" hinten, Original- 4-2- wieder drauf. Und wenn ich mal ganz
viel Zeit und Geld haben sollte: Speichenräder, Z900-Lenker, Lacksatz der
Z900 (sozusagen ein Mischling aus ZX10 und Z900.).
Während der Studienzeit war dieser Umbau eine schöne Beschäftigung die einen Haufen Zeit und Nerven gekostet hat.
Die ZX10 ist täglich im Einsatz, und ab und zu schafft sie es auch nach Italien runter. Obwohl sie so glänzt und funkelt, merkt man ihr schon die 14 Jahre an, die sie auf dem Buckel hat: Bremsen gehören renoviert (BILLET), Lenkkopflager erneuern, veraltete Reifenkombinationen (noch), stures Fahrwerk, viel zu schwer für heutige Verhätnisse.
Aber was soll es: Sie ist ein Ausbund an Zuverlässigkeit
und hat mich bis auf einen Kupferwurm vor der Blackbox noch nie im Stich gelassen.
Viele Grüße aus München,
Alex (Alexander.Batschkus@lotto-bayern.de)
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© Peter Ehlert |